Es läuft!

Es läuft!

Die Rückmeldungen der Lehrkräfte hören sich gut an. Alle sind in Kontakt mit ihren Schülern und Schülerinnen, die Beziehungen werden also weiter gepflegt, obwohl man sich nicht sehen kann.

Ob Mails, das gute alte Telefongespräch oder auch die Post – alle Möglichkeiten werden genutzt, um Aufgaben, Beratungen und Lösungen weiterzugeben. Ich bin zufrieden mit den Rückmeldungen der Lehrkräfte und der Eltern. Wir bekommen es gut hin.

Trotzdem: Wenn ich am Morgen in die Schule fahre vermisse ich den Schulbus, der vor mir herfährt und die leeren Straßen sind fast gespenstisch. Wenn ich die Schule betrete herrscht Stille, aber nicht wie sonst vor dem Ansturm der Kinder, sondern eine Stille, die den ganzen Tag anhält.

Keiner klopft und braucht ein Pflaster, niemand möchte daheim anrufen, weil er Bauchweh hat, niemand braucht Hilfe bei der Lösung eines Konfliktes. Sogar die Klingel ist abgestellt. Die Sekretärin und ich sind auf Abstand, jede in ihrem Zimmer.

Dann schaue ich aus dem Fenster, die Sonne scheint, alles sieht nach Frühling aus. Ein Frühling, der ganz anders ist als sonst. Keine Kinder auf dem Bolz- oder Spielplatz, der Skaterplatz auch verwaist. Alle daheim. Ich stelle mir vor, dass die Situation nicht einfach ist und sicher auch manchmal an den Nerven zerrt. Aber es werden wieder andere Zeiten kommen. Wer Unterstützung benötigt, kann sich gerne an uns wenden. Wir versuchen zu unterstützen, wo es uns möglich ist.

Jetzt hoffe ich, dass alle gesund bleiben und trotz aller Ängste und Sorgen die Zeit gut überstehen.

 

Doris Kurzhagen

Rektorin